Mehr arbeiten, weniger lernen
Wie ein Student seinen Tag neu organisiert, um gestiegene Kosten zu decken
Tim studiert Informatik im fünften Semester in Hamburg. Sein Wecker klingelt um 5:45 Uhr, zwei Stunden früher als vor einem Jahr.
Sein Zimmer im Wohnheim kostete 320 Euro, jetzt sind es 420 Euro. Die Mensa hat die Preise um 30 Prozent erhöht. Seine monatlichen Kosten sind von 780 auf knapp 1100 Euro gestiegen. BAföG wurde minimal angepasst, deckt aber nur noch 60 Prozent seiner Ausgaben.
Von 7:00 bis 10:00 Uhr arbeitet er in einer Bäckerei. Dann Vorlesungen bis 16:00 Uhr. Abends kellnert er drei Mal pro Woche von 18:00 bis 23:00 Uhr. Insgesamt 25 Stunden Arbeit pro Woche, früher waren es zehn.
Sein Studium leidet spürbar. Hausarbeiten schreibt er nachts. Die geplante Masterarbeit bei einem Professor? Verschoben, weil keine Zeit für unbezahlte Forschung bleibt. Zwei Kommilitonen haben bereits abgebrochen. Tim überlegt, das Studium um zwei Semester zu verlängern.
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