Weniger Teilnehmer, höhere Gebühren
Der Arbeitstag einer Weiterbildnerin in Zeiten steigender Kosten
Elena leitet seit fünf Jahren Englischkurse für Erwachsene in Stuttgart. Ihr typischer Montag hat sich komplett verändert.
Um 8:00 Uhr checkt sie Anmeldungen. Für den Abendkurs haben sich vier Personen angemeldet, früher waren es zwölf. Die Kursgebühr musste sie von 180 auf 240 Euro erhöhen. Raummiete plus 35 Prozent, Lehrmaterialien plus 25 Prozent, Fahrtkosten verdoppelt.
Vormittags bereitet sie den Kurs vor. Statt gedruckter Arbeitsblätter nutzt sie jetzt digitale Dateien, die Teilnehmer selbst ausdrucken müssen. Zusätzliche Übungsbücher? Wurden aus dem Kurspaket gestrichen.
Der Abendkurs startet um 18:30 Uhr mit vier statt zwölf Teilnehmern. Zwei haben abgesagt, weil ihnen 240 Euro zu teuer sind. Elena verdient jetzt 680 Euro monatlich statt 1400 Euro bei gleichem Zeitaufwand. Sie überlegt, komplett auf Online-Kurse umzusteigen oder einen zweiten Job zu suchen. Drei Kollegen haben bereits aufgegeben.
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